Historie

Das erste Polo-Spiel in Deutschland fand 1896 statt und das in Hamburg! Und schnell war der erste Club gegründet worden. Zwischen 1900 und 1936 war Polo olympische Disziplin und zog mehr Zuschauer in seinen Bann als andere Sportarten in den Stadien.

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Polo heute

Polo ist ein sehr beliebter Sport geworden, nicht nur für die Spieler selbst, sondern die Zuschauer, die diesen Events entgegenfiebern. Egal ob auf Rasen, Sand oder Schnee, in Hamburg, auf Sylt oder in Kitzbühl – es ist immer ein großes und aufregendes Highlight.

Zu einem Polo-Team gehören 4 Spieler, der Stürmer, der Vorstopper, der Spielemacher und der Verteidiger. Wer ist wichtiger? Es sind vor allem die Pferde. Jeder Polospieler hat meistens 4 bis 6 Top trainierte Pferde am Platz, die über individuelle Stärken verfügen, die es taktisch und spielstrategisch einzusetzen gilt. Denn jedes Polopferd darf nicht in zwei aufeinander folgenden Chuckern eingesetzt werden.

So sind die Polopferde mit einem optimalen Stockmass von 1,55 m treue Spielpartner, aber auch das Kapital jedes Turnierspielers. Sicherheit und Wohlergehen der Pferde geht vor und das beginnt beispielsweise schon bei den Bandagen & Gamaschen, die verpflichtend an allen vier Pferdebeinen anzubringen sind. Die Mähne der Polopferde ist geschorren, damit der Reiter sich nicht während eines Chuckers (Spielabschnitt) darin mit seinen Zügeln verheddert und der Schweif ist hochgebunden.

In Europa, wie auch in Deutschland werden 4 Spielabschnitte gespielt, die sogenannten „Chucker“ mit einer Spieldauer von 7,5 Minuten. Wird gefoult, dann wird das Spiel wie in anderen Sportarten auch angehalten. So kann ein Spiel auch eine gute Stunde dauern. Das Polofeld hat eine Größe von 274 x 182 Metern, auf dem die Pferde bis zu 60 km/h schnell werden.

Polo spielt man ausschließlich mit rechts, der Poloschläger besteht aus Bambus-Cane und einer Hartholz-Zigarre. Heutzutage wird der Poloball, der in die Tore geschlagen werden muss, nur noch aus Plastik hergestellt, wiegt 128 g bei einem Durchmesser von ca. 8,9 cm.

Spielregeln, um nur einige zu nennen...

Zum Spielbeginn stellen sich die beiden Teams auf ihre zugeteilte Spielhälfte hinter der Mittellinie auf.

Der Schiedsrichter macht einen sogenannten „Throw In“ und wirft den Ball zwischen die sich gegenüberstehenden Spieler. Es gibt verschieden bezeichnete Schläge, wie u. a. der Offside Forhand, der meist von rechts vom Pferd der ausgeführte Schlag ist.

Gibt es ein Foul und das Wegerecht eines Spielers wird durch einen anderen verletzt, pfeift der Schiedsrichter und je nach Regelverstoß wird entschieden, von wo der Strafstoß ausgeführt wird.

Das „Hooken“ nennt man das Verhindern eines Schlages durch den Schläger, den man in den Schwungablauf des anderen Spielers hält.

Interessant ist auch der Begriff der Manndeckung. Im Polosport heißt das „Abreiten“. Jeder Spieler hat die Aufgabe einen „ Mann abzureiten“. Heißt bei gleicher Geschwindigkeit, auf gleicher Höhe parallel abreiten, ihn damit aus dem Spiel halten oder von der Ball-Linie drängen.

Nach jedem Tor wechselt man die Spielrichtung.

So entstehen sehr abwechslungsreiche Spielszenen, die den Polo Sport so aufregend machen. – Nicht nur durch die engagierten Polosspieler, geschützt durch Helm und ggfs. Gesichtsschutz mit Knieschützern über den Stiefeln, die dem Gegner den Ball abspenstig machen wollen, sondern auch diese großartigen vierbeinigen durchtrainierten Athleten, die sich bei Wind und Wetter auf unterschiedlichen Böden zurechtfinden und ebenso um jeden Ball kämpfen.